Salzburg hat sich als bedeutender Filmstandort etabliert
 
 
  Haslauer beim Medien- und Technologie RoundTable: In Österreich besteht in der Filmindustrie Handlungsbedarf

(LK) "Salzburg trägt seit vielen Jahren konsequent zur weiteren Etablierung des Medien- und Audiovisionsstandortes bei. Salzburg hat sich zwischenzeitlich zu einem bedeutenden Filmstandort entwickelt. Das beweisen nicht nur das positive Echo der Produzenten und das immer größer werdende Interesse am Filmland Salzburg, sondern auch die beachtliche Anzahl an Produktionen: seit Beginn im Jahr 2002 kann man auf knapp 60 erfolgreiche Produktionen mit einer regionalen Wertschöpfung von mehr als 17 Millionen Euro zurückblicken. Diese Produktionen haben allein bei ihrer Erstausstrahlung rund 200 Millionen Zuseher in Österreich, Deutschland und der Schweiz erreicht." Darauf verwies Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Wilfried Haslauer heute, Freitag, 24. Juli, beim Medien- und Technologie RoundTable im Solitär der Kunstuniversität Mozarteum.

Zugleich betonte der Wirtschaftsreferent aber auch, dass in Österreich im Bereich der Filmindustrie Handlungsbedarf bestehe. Vor allem jene Länder, die die Filmförderung ausgebaut haben, können auf eine stark steigende Beschäftigungsrate in der Filmbranche verweisen, so Haslauer, der als Beispiele Deutschland, Luxemburg, Ungarn und Großbritannien nannte. Diese Länder sehen die Stärkung der Filmindustrie auch deshalb als besonders wichtig, weil neben den beschäftigungswirksamen Maßnahmen auch Effekte für Tourismus und Export festgestellt wurden.
Die Defizite der österreichischen Filmindustrie – insbesondere die zu geringe Zahl konkurrenzfähiger Filme, unterdurchschnittliche Herstellungsbudgets, keine konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit, daher relativ geringe kommerzielle Auslandsverkäufe und vernachlässigenswerter Inlandsmarkanteil im Kinobereich – führten zu geringer Kapitalbildung des Produktionssektors und einer geringen Konzentration auf die Entstehung echter Verwertungserlöse. Schließlich verhinderten die Abhängigkeit vom deutschen Markt und die Monopolstellung des ORF in der Kino- und Fernsehfilmproduktion die Entstehung eines echten Marktes für eigenproduzierte Filme, so Haslauer.

"Wir legen in Salzburg bei der Vergabe von Förderungen unter anderem Wert darauf, dass möglichst viele Arbeiten im Zusammenhang mit einer Produktion in Salzburg erledigt werden können, damit die Wertschöpfungskette am Filmproduktionsstandort Salzburg möglichst lang ist und Arbeitsplätze auch in dieser Branche erhalten beziehungsweise ausgebaut werden können", führte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Haslauer aus. Er verwies außerdem darauf, dass es in Salzburg mehr als 160 Unternehmen in der Film- und Audiovisionsbranche gibt.
"Die Filme sind eine bedeutende Facette bei der Bewerbung Salzburgs als Tourismus- und Wirtschaftsstandort. Viele dieser Filme transportieren ein sehr sympathisches Salzburg-Bild auch weit über die Grenzen des deutschen Sprachraums hinaus", so Tourismusreferent Haslauer weiter: "Salzburg hat sich inzwischen als Produktionsstandort in der Szene einen guten Namen gemacht, punktet durch Service und hat dadurch auch internationale Produktionen an Land ziehen können." Die Filmteams schätzen die flexible Betreuung durch Salzburger Dienstleistungsbetriebe. "Wir haben ein kleines, aber feines Netzwerk aufgebaut, das effektiv arbeitet", sagte Haslauer.

Salzburger Landeskorrespondenz, 24.07.2009