Stadt Salzburg stellt die Weichen für Weiterentwicklung Science City

13. März 2017

Klares Bekenntnis zu Stärkung Wissensstadt – großes Potential für Erweiterung

„Wir wollen unser Profil als Wissensstadt stärken, wir wollen das Projekt Science City in Itzling weiter vorantreiben und wir werden als Stadt unsere planerischen und finanziellen Beiträge dafür leisten“ – das stellt Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden klar und präsentiert gemeinsam mit Planungsstadtrat Johann Padutsch einen abteilungs-übergreifenden Grundsatz-Amtsbericht. „Wir haben einen Mix aus kurzfristig nötigen Maßnahmen, mittelfristig zu realisierenden Verbesserungen im Bestand sowie von Erweiterungs-Optionen auf benachbarten Flächen zusammengefasst. Die Dimension ist beträchtlich: Wir kommen auf ein Potential von mindestens 60.000 Quadratmetern zusätzlicher Fläche für Forschung & Wissenschaft“, fasst Planungsstadtrat Johann Padutsch zusammen.
Die Stadt Salzburg hat vor mehr als einem Jahrzehnt mit der Verlegung der Schillerstraße die Basis für die Entwicklung der Science City rund um das bereits bestehende Techno-Z gelegt. Zusätzlich konnte durch das Projekt auch der Standort des Milchhofs erweitert und gefestigt sowie Flächen für weitere Betriebsansiedlungen erschlossen werden. Die Uni Salzburg ist an dem Standort inzwischen mit einem Laborgebäude für die Materialwissenschaften, mit dem Institut für Computerwissenschaft sowie Einrichtungen des Fachbereichs Geoinformatik vertreten.
In dem Amtsbericht, der gemeinsam von Magistratsdirektion, Kulturabteilung und Planungsabteilung unter Einbindung aller wesentlichen externen Akteure erstellt worden ist, werden nun die Entwicklungsperspektiven für die Science City zusammengefasst und die dafür nötigen Umsetzungsschritte definiert.
Erweiterungspotentiale nutzen
Die Science City braucht für ihre Weiterentwicklung zusätzliche Flächen, diese wurden identifiziert. Größtes Potential versprechen die Flächen von Post (Verteilerzentrum) und ÖBB (Busgarage) mit zusammen rund 27.000 Quadratmetern. Auf dem Areal ist laut Konzept eine Bruttogeschoßfläche von knapp 45.000 Quadratmetern zu realisieren. Die Stadt wird gegenüber den beiden Grundstückseigentümern das Kaufinteresse deponieren und die Widmung als Gewerbegebiet/Forschung und Wissenschaft fixieren. Verhandlungen insbesondere auch über Ersatz/Tauschflächen sind zu führen. Weitere Potentiale bestehen durch eine Nachverdichtung im Bereich des bestehenden Techno-Z bzw. auf noch privat genutzten Liegenschaften.
S-Bahn-Haltestelle Science-City
Kernpunkt der mittelfristig wirksamen Maßnahmen für die bereits bestehende Science City ist die verbesserte Anbindung an den Öffentlichen Verkehr und an Radverkehrsachsen. Vorgesehen ist der Bau einer eigenen S-Bahn-Haltestelle Science City. Die Salzburg AG hat das Projekt bereits in ihr Mittelfristiges Investitionskonzept 2019 aufgenommen. Für die Haltestelle ist auch eine Untertunnelung der Lokalbahntrasse nötig, die auch eine zusätzliche Verkehrsachse für Fußgänger und Radfahrer Richtung Salzach eröffnen wird. Ebenfalls mittelfristig umzusetzen ist eine Verbesserung der Freiraumgestaltung im Bereich Science City und Techno-Z, um die Campus-Qualität des Gebiet zu stärken. Für alle Neubau- und Sanierungsprojekte in dem Quartier gelten Qualitätsstandards im Sinne von Smart City.
Stadt unterstützt Uni-Investitionen
Unmittelbar wirksam werden hingegen Unterstützungen der Stadt für Investitionen und Projekte der Uni: Das iDEAS:lab der Geoinformatik wird 2017 bis 2019 mit je 45.000 Euro unterstützt, der interdisziplinäre Masterstudiengang Data Science erhält 2017 bis 2021 jährlich je 50.000 Euro und die Uni Salzburg erhält für die Einrichtung des neuen Laborgebäudes im heurigen Jahr einen Investitions-Zuschuss von 500.000 Euro.Der Amtsbericht wird diese Woche im Kulturausschuss und kommende Woche im Planungsausschuss diskutiert und geht dann an Stadtsenat und Gemeinderat weiter.

Quelle:www.stadt-salzburg.at

Stand: 8.3.2017, Johannes Greifeneder