Diagonale 2017 Preise für "Die beste aller Welten" von Adrian Goiginger

03. April 2017

Adrian Goigingers "Die beste aller Welten" erhielt drei Diagonale 2017 Auszeichnungen - sowohl den Publikumspreis als beliebtester Film, den Großen Schauspielpreis für Verena Altenberger als Hauptdarstellerin und das Beste Szenenbild für Veronika Merlin!

Das Drogendrama berührt - nicht als tristes Sozialdrama sondern aufgrund der innigen Beziehung der drogenkranken Mutter zu ihrem Sohn. Jeremy Miliker verkörpert als Siebenjähriger einen aufgeweckten Jungen, der in der Drogenwelt der Eltern unbeschwerte und glückliche Momente finden kann. Die enge Beziehung der Mutter zu ihrem Sohn und die einmalige Schauspielerkonstellation ergeben einen ergreifenden und berührenden Film über die Kindheit in einer Salzburger Vorstadt.

 

Adrian Goiginger, der Sonntagabend schon auf dem Weg zu Dreharbeiten in Stuttgart war: „Der Publikumspreis ist eine besondere Auszeichnung, weil er von den Menschen kommt, die ins Kino gehen, eine Karte kaufen und ungeschminkt sagen, ob der Film sie erreicht hat oder nicht.”
“Die Freude ist auch deshalb so groß, weil das ganze Team,” so Goiginger weiter, “nach dem großen Erfolg in Berlin sehr gespannt darauf war, wie der Film beim heimischen Publikum ankommen werde”. Goiginger: “Das österreichische Publikum ist ja generell ein wenig kritischer und es liefen heuer in Graz sehr viele ausgezeichnete Filme, da ist dieser Preis der wahrscheinlich wertvollste, den man bei einem Festival gewinnen kann.“
Insgesamt war „Die beste aller Welten“ mit drei Preisen der erfolgreichste Film der Diagonale. Adrian Goiginger: „Der Preis für beste Schauspielerin war mehr als verdient, Verena hat für die Rolle und für den Film unglaubliches geleistet. Ihre Darstellung meiner Mutter Helga, zerrissen zwischen ihrer Liebe zu mir und ihrer Sucht ist ganz große Kunst.“ Verena Altenberger in ihrer Dankesrede: “Für mich ist es vor allem ein Film über eine Heldin. Die Helga Wachter [Rolle] ist keine Prinzessin, die Helga ist nicht hübsch, nicht erfolgreich, aber die Helga ist eine Kämpferin, die Helga ist eine starke Frau. Und das macht mich ganz besonders stolz, weil für mich sind es die Filme, über die starken Frauen, die gerade ganz besonders dringend gezeigt werden müssen.”
Nicht vergessen dürfe man auch, wie Verena Altenberger auch in ihren Dankesworten bei der Verleihung betonte, die Leistung des jungen Jeremy Miliker, der den kleinen Adrian spielte. Produzent Wolfgang Ritzberger: „Ohne Jeremy und seine Begabung als Schauspieler hätte der Film wohl kaum funktioniert. Wenn es einen Schauspielpreis für Kinderdarsteller gäbe, hätte er ihn eindeutig verdient.” Jeremy nahm am Sonntagabend den Publikumspreis entgegen.