Anteil der innovationsaktiven Unternehmen von 59,5% auf 62,0% angestiegen

03. Juli 2018

62,0% der österreichischen Unternehmen haben laut Statistik Austria zwischen 2014 und 2016 innovative Aktivitäten gesetzt. Das sind um 2,5 Prozentpunkte mehr als zwischen 2012 und 2014 (59,5%). Der Anteil der Unternehmen, die neue Produkte eingeführt haben, also der "Produktinnovatoren", stieg von 31% auf 34%, jener der "Prozessinnovatoren" von 33% auf 36%. Organisatorische Innovationen haben 41% aller Unternehmen eingeführt (2012–2014: 37%) und neue Methoden im Marketing ("Marketinginnovationen") 35% (2012–2014: 30%). Seit dem Zeitraum 2010–2012, in dem krisenbedingt die Innovationsleistung in ganz Europa zurückgegangen war, ist die Innovatorenquote von 54% auf 62% gestiegen (siehe Tabelle 1).

Anteile der auf Innovationen entfallenden Umsätze und der Innovationsausgaben leicht gestiegen

Geschätzte 12,6% der gesamten Umsätze im Jahr 2016 wurden mit Produktinnovationen erzielt. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber 2014 (12,0%) und einer starken Erhöhung gegenüber 2012 (9,8%). Die Innovationsausgaben stiegen von 2014 auf 2016 von 8,47 Mrd. Euro auf 8,94 Mrd. Euro, davon entfielen drei Viertel auf Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E). Die gesamten Innovationsausgaben 2016 betrugen 2,2% der Gesamtumsätze (2014: 2,0%) (siehe Tabelle 2).

Die Erwartungen der befragten Unternehmen in Bezug auf die Entwicklung der Innovationsausgaben waren 2016 optimistisch: Für das darauffolgende Jahr erwarteten 26% ein Ansteigen der Innovationsausgaben um mehr als 5%, 15% rechneten mit einem Rückgang bzw. mit keinen Innovationsausgaben im Unternehmen, die übrigen 59% gingen von gleichbleibenden Aufwendungen aus bzw. konnten keine Angabe dazu machen. Ebenfalls 26% erwarteten einen weiteren Anstieg von 2017 auf 2018, nur 11% gingen von einem Rückgang aus.

Qualifikation der Beschäftigten wichtiger als Geld

25% der innovationsaktiven Unternehmen betrachteten einen etwaigen Mangel an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als besonders großes Innovationshindernis. Fehlende Geldmittel, zu hohe Innovationskosten und die Schwierigkeit, staatliche Zuschüsse zu erhalten, wurden nur von jeweils rund 20% als bedeutende Hindernisfaktoren angesehen (siehe Tabelle 3).

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zur Innovationsstatistik finden Sie unter:

http://www.statistik.at/web_de/presse/117712.html

Quelle: Statistik Austria, Wien, 03.07.2018